Heute war mal das Event für echte Schlagerfans angesagt. In der Mercedes Benz Arena kam es zum großen Stelldichein. 12.000 Fans galt es in Partystimmung zu bringen. Als Foto Concierge hatte ich die Aufgabe bei der großen Schlagernacht 2016 für stimmungsgeladene Fotos zu sorgen.
Um 18 Uhr war die Halle gut gefüllt und im Innenraum war kein Durchkommen mehr. Lediglich im zweiten Oberrang waren noch leere Plätze auszumachen. Das Publikum wartete sehnsüchtig auf sechs Stunden Partymarathon.
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13 Interpreten sollten die Stimmung in der Halle zum Kochen bringen.

Den Anfang machte die junge Anni Perka. Mit 27 hat sie dieses Jahr ihr Debutalbum herausgebracht und obwohl ich zugeben muss, dass ich sie vorher noch nie wahrgenommen habe, waren mir Ihre Titel bekannt. Mit „Tanz auf dem Vulkan“ heizte sie von Anfang an dem Publikum ein und war die ideale Wegbereiterin für die späteren Schwergewichte der Branche, die sich nun wirklich anstrengen mussten, damit die Stimmung hoch bleibt.
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Nach 15 Minuten galt es an die nächste Interpretin zu übergeben, denn es standen ja noch so viele in den Startlöchern.

Als zweite Einheizerin war nun Tanja Lasch an der Reihe und mit ihrer neuen Single „Komm nach Berlin“ kam sie beim Berliner Publikum hervorragend an. Die Stimmung war weiter prächtig und der Innenraum tanzte. Neidische Blicke kamen von den bestuhlten Oberrängen, die keine Karte mehr für den Innenraum bekommen hatten.
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Auch für Sie galt es nach 15 Minuten an die nächsten Künstler zu übergeben. Sie konnte den „Staffelstab“ an Ihren Ehemann Martin Marcell übergeben, der mit seinem Kollegen Freddy März als Band Fantasy auftritt. Diese beiden schienen aber eher dem älteren Publikum bekannt zu sein, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Auch für sie galt nach 25 Minuten Schichtwechsel.
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Nun kam Sie, die erste deutsche Gewinnerin beim Grandprix de Eurovision – NICOLE. Reifer, weißer und dennoch authentisch wie immer. Als sie Ihren ersten Hit „Ein bisschen Frieden“ trällerte und dazu in der ganzen Halle die Handylampen leuchteten (Feuerzeuge sind ja sowas von OUT) kam Gänsehautstimmung auf.
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Sie übergab an Ihren Kollegen aus Argentinien Semino Rossi und das weibliche Publikum war aus dem Häuschen bei dem „Schwiegermutter Schwarm“. Mit kurzer Frisur und jugendlichem Auftreten brachte er die Menge wieder in die Party Spur. Vor zwei Jahren bei Frank Zanders Weihnachtsfeier für die Obdachlosen hatte ich das große Glück ihn persönlich kennen zu lernen und zu erfahren, was für ein toller Mensch er ist. Damals trug er die Haare etwas länger.
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Er wurde allerdings nicht ohne weitere Zugaben von der Bühne entlassen, was den Zeitplan etwas nach hinten verschob.

Ihm folgte Vanessa Mai. Die ehemalige DSDS Jurorin und Leadsängerin der Gruppe Wolkenfrei brachte natürlich die männlichen Zuschauer in Wallung und mit Ihren Hits die Menge zum Kochen. Und wenn Andreas Gabalier in seinen Liedern von „40 Grad am Dancefloor“ singt, dann muss ich sagen, sie hat es geschafft. Die Stimmung erreichte den Siedepunkt, sodass das Publikum nicht genug bekommen konnte. Erst nach mehreren Zugaben durfte sie von der Bühne und brachte den Zeitplan noch weiter aus der Bahn und die Zuschauer mussten auf ihre erste Pause noch länger warten.
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Denn jetzt kam ER. Der Mister Schlager schlechthin! Howard Carpendale!! 70 Jahre jung, 50 Jahre Bühnenerfahrung und über 25 Millionen verkaufte Tonträger sind Werte, die in der heutigen schnellen Zeit kaum realistisch erscheinen und dennoch schafft er es immer noch die Massen zu begeistern. Song um Song brachte das Publikum in Begeisterung. Alt wie Jung, alle waren wie in Ekstase bei „Alice“. Und drückte die Blase noch so stark, für Howie blieben sie alle. Erst nach vielen Zugaben und weit hinter Zeitplan wurde er von der Bühne gelassen.
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Nun war sie endlich da! Nach über drei Stunden Schlager-Party war nun 30 Minuten Pause und der Innenraum leerte sich verdächtig schnell. Der Wasserverbrauch erreichte in der Arena nun seinen Spitzenwert und auch die Raucherterassen waren dem Andrang kaum gewachsen. Denn so wie der Boden im Innenraum klebte, hatten einige die Party mit reichlich Bier und anderen Getränken genossen, was sich jetzt wieder bemerkbar machte.

Um 21:40 Uhr ging es dann endlich weiter und das obwohl noch einige an gewissen Orten anstanden.
Mit Sarah Jane Scott hatte wieder eine Newcomerin die Aufgabe die Menge zum zweiten Teil einzuheizen und in die Party Spur zu bringen. Anders als Ihre Kollegin Anni Perka aus dem ersten Teil, hatte Sie damit aber leichte Schwierigkeiten. Weil die Menge auf die nachfolgenden Schwergewichte warteten und von den Acts vor der Pause verwöhnt waren.
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Somit übergab sie nach 15 Minuten an Michelle und die Arena bebte. Textsicher sang das Publikum aus lautem Hals mit und hatte Party-Spaß á la Mallorca. Mit ihren Hits wie „Paris“ und „Wer Liebe lebt“ brachte sie die Stimmung sofort wieder zum Siedepunkt. Darauf hatte das Publikum gewartet. Nach einer guten halben Stunde und mehreren Zugaben wurde sie dann verabschiedet, um dann kurze Zeit später noch einmal wieder zu kommen.
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Denn danach kam Ihr Ex-Mann Matthias Reim und heizte weiter ein. Das Highlight war dann zwangsläufig das Duett der beiden mit dem Lied „Du Idiot“. Die ganze Halle sang mit den beiden und lies die Arena beben. Erst nach über einer halben Stunde und vielen Zugaben konnte Matthias Reim von der Bühne runter und den „Grand Senioren“ der Branche Platz machen, die nun für den Abschlusshöhepunkt sorgen sollten.
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Dieses Abschluss-Trio eröffnete die große Vicky Leandros, der Männerschwarm der 1960er und 70er mit Ihrem Megahit „Theo, wir fahr’n nach Lodz“, den Sie natürlich auch hier singen musste. Obwohl man auch ihr ansieht, dass die Zeit nicht stehen geblieben ist, schafft sie es auch nach so langer Zeit immer noch, die Menschen zu begeistern.
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Ihr folgte als zweiter in dem Trio der große Roland Kaiser, zwar deutlich jünger als sein Kollege Howard Carpendale, so steht er doch nicht minder so lange erfolgreich auf den Showbühnen wie er. Auch wenn er heute nicht ganz so fit wirkte, so konnte er doch nach wie vor das Publikum begeistern. Mit seinen aktuellen Hits „Das beste am Leben“ und „Warum hast Du nicht nein gesagt“ ließ er die Stimmung überkochen. Natürlich durfte auch sein Hit „Extreme“ nicht fehlen.
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Auch er verschob den Zeitplan deutlich nach hinten, weil das Publikum immer wieder einen weiteren Hit forderte.

Erst kurz vor Mitternacht kam es dann zum Höhepunkt und die Person trat auf, die bei so einem Schlagerevent auf keinen Fall fehlen darf und einen würdigen Abschluss bildet. Der „König von Mallorca“ Jürgen Drews höchstpersönlich war von seiner Insel nach Berlin geflogen, um seinen Fans ein krönendes Finale zu bieten. Nun zog endgültig die Mega-Park Stimmung aus Arenal in der Mercedes Benz Arena ein. Man merkte sofort, welchen Spaß er nach wie vor an seinen Auftritten hat, obwohl er nicht mehr der Jüngste ist. Er legte großen Wert darauf, dass er mit 71 Jahren sogar noch ein Jahr älter als Howard ist und so lange auf der Bühne stehen will bis er „Tod herunter fällt“.
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Das besondere an Jürgen Drews war auch noch, dass er die ganze Show bei uns im Pressebereich mit verfolgt hat. So kam es zu fast ekstatischen Freudesausbrüchen bei den Glücklichen, die in den vorderen Reihen ein Selfie mit ihm ergattert hatten. Schön war auch, dass er sich an mich erinnern konnte und wir kurz über die Erlebnisse auf Mallorca plaudern konnten.
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Nach weit über sechs Stunden war es dann soweit. Um kurz vor halb eins war dann auch die letzte Zugabe von Onkel Jürgen vorbei und es hieß Luft holen nach so einem Marathon.
Ich denke die meisten haben noch eine Weile gebraucht, um wieder auf ein normales Level zu kommen, so „Extreme“ sind sie mitgegangen und haben sich von der Stimmung leiten lassen.
Für die Sanitäter und die Security blieb der Abend zum Glück sehr ruhig und die Massen strömten erschöpft und friedlich aus der Halle nach Hause oder in die umliegenden Locations wie das Pirates zum Weiterfeiern, denn dort ist ja, wie kann es anders sein, jeden Samstag Schlagerparty.

In der Gesamtbetrachtung lässt sich sagen, dass es eine gelungene Veranstaltung war und ein Muss für jeden echten Schlagerfan. Es war alles aus einem Guss, die Menschen hatten einen riesigen Spaß und so hat es überhaupt nichts ausgemacht, dass die beiden Mega Stars der Branche Helene Fischer und Andrea Berg heute nicht mit dabei waren.
Die nächste Schlagernacht findet am 17. Juni 2017 Open Air in der Waldbühne statt und die Fans sollten sich beeilen, da die Karten natürlich wie immer begrenzt sind.

Hier geht es zu meinem Originalartikel im Econcierge Blog

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